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Dankbarkeit

Die Sonne kitzelt meine Nase, ich wache auf, atme, lebe. Schon so spät? Der Tag bringt viel Stress und Gerenne. Ich gehe die Abläufe im Kopf durch, lausche dann in die Stille. Alles schläft.
Ich rutsche mit den Füßen von meinem Bett, fühle den weichen Teppich, mich fröstelt's. Also greife ich meine kuschelwarme Wolldecke und mummel mich ein, schlurfe verschlafen in die Küche. Kaffee.
Welch ein Genuss in der Ruhe des anbrechenden Tages zu sitzen, mit einer heißen Tasse Kaffee, ehe das Leben mich im Griff hat.


Gestresst und vollbepackt mit Einkäufen angel ich umständlich den Schlüssel aus meiner Jackentasche und schließe den Briefkasten auf. Post. Mein Herz schlägt mir bis zum Hals. Irgendwie die Treppe mit all den schweren Tüten hoch. Dann noch einmal hinunterlaufen, den Rest holen. Nach Luft schnappend habe ich dann alles in den dritten Stock gewuchtet und werfe eilig Jacke und Schuhe von mir, reiße mit zitternden Händen den Brief auf.
Was erwartet mich? Bin ich stark genug? Ich schicke ein Stoßgebet gen Himmel und falte das weiße Papier auseinander. Gute Nachrichten! Ich kann es kaum fassen: Endlich gute Nachrichten! Wie konnte ich überhaupt zweifeln? Wo war mein Vertrauen?
Fröhlich und mit einem Hochgefühl aus Adrenalin und Glück hüpfe ich durch die Wohnung. Erleichterung!


Geschirr klappert, die Großen streiten um Nichtigkeiten, meine 3jährige schiebt lustlos ihr Brot über ihren Teller „Ich mag das nicht. Ich wollte nicht die Wurst.“ Einer beginnt zu singen, ich ermahne mit einem Zwinkern. Lautes Gewusel, ständiges „Mama“. Routiniert greifen meine Hände umkippende Milchgläser, schneiden Brote klein und helfen beim Verteilen der noch festen Butter. Endlich kann ich auch essen.
„Haben wir keinen anderen Joghurt?“, „Warum gibt es eigentlich nicht mehr diese Miniwurst? Die mag ich viel lieber“, „Oh ja, Mama, kannst Du mal wieder Cheesestrings kaufen?“
Der Tisch ist voll. Käse, Wurst, Gemüse, lauter Leckereien. Ich lächel und nicke: „Wir schauen mal, vielleicht beim nächsten Einkauf“ und tausche meinen Teller mit dem meiner 3jährigen, die sich hungrig über mein gerade mit Tomaten belegtes Kornbrot hermacht.
Wir sind so verdammt gut versorgt!


Das Leben ist manchmal bitter, unendlich mühsam, raubt einem den letzten Nerv, streut Ängste und Sorgen, manchmal auch Nöte, Krankheit, tiefste Verletztheit, Unsicherheit und Frust.
Dankbarkeit ist wie ein kleines Licht: Je öfter wir mit dankbarem Herzen all die kleinen und großen Dinge genießen, mit denen wir täglich gesegnet sind, je heller werden wir scheinen und je zufriedener, furchtloser, zuversichtlicher und glücklicher werden wir leben!

17.12.15 21:03
 
Letzte Einträge: Fort, Fallende Blätter, Alleingelassen, Heute nicht, Lebensschmerz, Es wird alles gut! (Ein Song)


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